Kerstin und Stefan allein in New Zealand

Devonport

December 29th, 2006 by Kerstin

Devonport ist Aucklands historischster Kuestenvorort. Die Haeuser an der Kueste sind im viktorianischen Stil erbaut, es gibt kleine Laeden und Cafes. Entlang der Uferpromenade kann man gemuetlich spazieren und auf die Skyline von Auckland blicken. Leider war das Wetter mal wieder nicht so toll. Erst ist es wolkenverhangen und kalt, um im naechsten Moment wieder gleissend heiss zu sein - ein typischer Auckland-Sommer eben. Um dem heiss - kalten Wechsel zu entfliehen, verschlug es uns bald an die Anlegestelle fuer die Faehren zwischen Auckland und seinen Inseln. Vielleicht werden wir von hier bald einen Ausflug auf eine der Inseln starten.

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Cornwallis

December 29th, 2006 by Kerstin

Cornwallis ist eine Halbinsel im Westen von Auckland. Urspruenglich hiess es Karangahape und war fuer Generationen von den Maori besiedelt. 1840 wurde es von der New Zealand Manukau and Waitemata Company erworben und die Modellstadt Cornwallis nach dem Direktor Captain William Cornwallis Symonds benannt. Ueber 100 schottische Siedler kamen zwischen 1841 und 1842 und Neuseelands erstes dampfbetriebenes Saegewerk entstand. Die Cornwallis Siedlung war jedoch zum Scheitern verurteilt und wurde 1843 herrenlos. Als die unfruchtbare Gegend spaeter in den Besitz von Auckland City ueberging, pflanzte man 1923 als kommerzielles Unternehmen 1.5 Millionen Kiefern. Die verkuemmerten Kiefern, die man heute noch sehen kann, sind Beweis fuer das Scheitern dieses Projektes.

Dennoch ist Cornwallis landschaftlich eine sehr schoene Gegend. Am Strand kann man zahlreichen Angler auf dem 1926 erbauten Steg beim Fischen zuschauen. Waehrend des Spaziergangs entlang des Ufers kam ich nicht umhin einige wenige der unzaehligen Muscheln aufzusammeln :-) Eigentlich hab ich das auch nur gemacht, weil Stefan ewig lange den Steg fotografieren musste, mit vielen Sicherheitsfotos ;-) und ich mich schon langweilte.

Anschliessend sollte unser Weg zum Denkmal hoch oben auf dem Berg fuehren, doch kurz vor dem Ende fanden wir einen versteckten Pfad zum Meer hinunter. Der Abstieg ueber diesen sehr engen und offensichtlich nicht haeufig genutzten “Weg” wurde mit einem Stueck wunderschoener Steilkueste und einem herrlichen Blick auf das Meer belohnt. Es war so atemberaubend schoen :-) , dass die anschliessende Aussicht vom Berg das ganze nicht mehr toppen konnte und eher etwas enttaeuschend wirkte. Aber es war ein wunderschoener Ausflug und bisher eine der schoensten Gegenden.

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Botanic Gardens

December 29th, 2006 by Kerstin

Im Sueden von Auckland befindet sich ein riesiger botanischer Garten mit wunderschoenen Blumen und Pflanzen und vielem mehr. Um genauer zu sein, sind es ueber 30,000 Pflanzen, die 8,000 verschiedene Spezies repraesentieren. Da wir erst relativ spaet eintrafen, fuehrte unser erster Weg ins Cafe zum Essen :-) Die Sonne stand mittlerweile sehr hoch und war wieder mal ziemlich heiss, also entschlossen wir uns zunaechst fuer den Native Forest Track, um im Schatten riesiger Baeume einen Waldspaziergang zu machen. Die Sonne schien danach zwar nicht weniger heiss, aber irgendwann mussten wir ja mal wieder ans Tageslicht ;-) Der Garten ist wirklich unglaublich. Die Farben der Blumen, wie ihr auf den Fotos auch sehen koennt, sind sooo kraeftig. Stefans Fotografenherz schlug hoeher und er waere am liebsten an jeder einzelnen Blume stehen geblieben. Gluecklicherweise konnte ich das mit gelegentlichen Ungeduldsblicken verhindern ;-) Mir schien die Sonne dann doch wieder zu sehr und wir suchten immer oefter ein schattigeres Plaetzchen auf und verzehrten die restlichen Weihnachtsplaetzchen. Es war gar nicht so einfach in dem grossen Garten alles zu finden, was zu bestaunen war. Rosen, Magnolien, Kamelien, Kakteen, Palmen, einheimische, auslaendische und vom Aussterben bedrohte Pflanzen und und und. Wir haben vieles, aber mit Sicherheit nicht alles entdeckt. Es gab sogar einen Bereich mit Pflanzen aus dem suedlichen Afrika! :-) Nach der vielen Sonne und den zahlreichen Blumendueften waren wir am Ende doch etwas muede. Bei einer Tasse Cappuccino und einem Stueck leckerer Torte belohnten wir uns fuer die ganze Anstrengung ;-)

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Merry Christmas!

December 28th, 2006 by Kerstin

Bevor weitere Ausflugsberichte folgen, eine kurze Stellungnahme zum Weihnachtsfest. :-)
Auch wenn die hiesigen Temperaturen einen nicht unbedingt in Weihnachtstimmung versetzen, wird man in den riesigen Einkaufszentren und vor allem in der Fernsehwerbung doch recht deutlich darauf aufmerksam gemacht, dass man sich um die Geschenke zu kuemmern hat und viiiieeeel kaufen muss. Damit es uns auch im Haus etwas weihnachtlich zumute wird, habe ich meine freie Zeit genutzt und wie in alten Zeiten schicke Papiersterne gebastelt. Und natuerlich Plaetzchen gebacken!!! Im Unterschied zur neuseelaendischen Bevoelkerung (Geschenke gibt es am 25.12. - der sogenannte Boxing Day) haben wir natuerlich nach deutschem Brauch am 24.12. beschert :-) Durch die rechtzeitig eingetroffene Weihnachtspost meiner Schwester und meiner Eltern, hatten wir sogar ganz schoen viel zum Auspacken :-) (neben unseren eigenen Geschenken natuerlich). Ansonsten haben wir den Heiligen Abend ruhig ausklingen lassen und die ersten Vorbereitungen fuer das grosse Weihnachtsessen am Folgetag getroffen. Es sollte ganz traditionell Kloesse und Rotkraut geben. Mangelnde Kochkenntnisse und oekonomische Denkweise fuehrten zum Cordon Bleu statt zu Kaninchen oder Gans. Obwohl Neuseeland ein Einwanderungsland ist und erst mit den Einwanderern eine wirkliche Esskultur entstanden ist, haben es Kloesse und Rotkraut noch nicht hierher geschafft. Zumindest konnte man Rotkohl kaufen, den ich also nun am Vorabend zubereitete. Resultat: fuers erste Mal ganz okay! :-) Die Zubereitung der Kloesse bereitete da schon mehr Sorge. Zurecht! Nach Einholen von Hinweisen aus Mamas und Omas Kochkunstratgeber, starteten also die Vorbereitungen fuer die Kartoffelkloesse. Ich will nicht ins Detail gehen, aber nun ja. Ich koennte jetzt sagen: da koennte ich noch was dazu lernen oder aber ich schiebe es einfach auf die Kartoffelsorte. Am Ende haben wir sie gegessen, aber sie sind auf jeden Fall verbesserungsfaehig. Allerdings wird es wohl hinsichtlich Schlechter-Laune-Anfaelle und kleiner Wutattacken bei dem einen Versuch bleiben und naechstes Jahr gibts dann einfach nur Kartoffeln. :-)
Am selbigen Nachmittag entschieden wir uns fuer einen kleinen Ausflug in den Norden, am zweiten Feiertag fuer einen Tagesausflug in Richtung Sueden. (siehe Extra-Berichte)

Das war also unser Weihnachtsfest! Es war schoen! Doch nicht zu vergleichen mit Weihnachten daheim in der Familie! :-)
Naechstes Jahr wollen wir uebrigens Weihnachten und Bescherung nach hinten verschieben, denn da beginnt hier der grosse Ausverkauf und alles ist viel billiger - genau wie der Staubsauger, den wir vorgestern gekauft haben. :-)
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Piha Beach und Karekare

December 27th, 2006 by Kerstin

Nachdem wir schon vielen gehoert hatten, dass man unbedingt am Piha-Beach gewesen sein muss, wollten wir uns selbst davon ueberzeugen. Das besondere an diesem Strand ist der schwarze Sand. Ausserdem ist es wegen der hohen Wellen ein Paradies fuer Surfer. Nach kurvenreicher Fahrt angekommen, war der Blick aufs Meer zwar schoen, aber nicht so ueberwaeltigend wie erwartet. Da die sommerlichen Temperaturen noch etwas auf sich warten lassen, bekamen nur unsere Fuesse das kalte Nass zu spueren. Andere waren da mutiger und stuerzten sich in die Wellen. Wir bevorzugten die trockenere Variante und folgten dem Tasman Lookout Track. An dessen Ende angekommen, genossen wir den Ausblick aufs Meer und den Lion Rock. Nicht so ganz zufriedengestellt und noch Zeit verbleibend, entschlossen wir uns nach Karekare zu fahren, einem weiteren nur wenige Kilometer entfernten Strand. Dieser ueberzeugte uns doch wesentlich mehr. Der Weg zum Strand fuehrte uns vorbei an einem etwas mystisch aussehenden und an “Herr der Ringe” erinnernden Wald. Nach Ueberwinden der Duenen durch tiefen Sand, wurden wir mit einem idyllischen Blick auf das Meer belohnt. Nicht so besucht wie Piha, konnten wir die Ruhe geniessen und dem Meeresrauschen lauschen.

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Chelsea Sugar Refinery and Kendall Bay

December 26th, 2006 by Kerstin

An besagtem ersten Weihnachtsfeiertag machten wir uns also auf den Weg Richtung Norden ueber die grosse Harbour Bridge zur Chelsea Sugar Refinery. Es ist Neuseelands erste Zuckerraffinerie, die 1883 errichtet wurde. Die Lage am Meer ist guenstig fuer den Schiffsverkehr und kleine Seen (mit vielen Voegeln, u.a. schwarze Schwaene) ermoeglichen die Trinkwasserversorgung. Die Anlage wurde aus 1.5 Millionen Ziegelsteinen gebaut. Die isolierte Lage der Fabrik machte sie unabhaengig. Es gab eine Tischlerwerkstatt, einen Schmied, eine Boettcherei und eigene Stallungen. Spaeter kamen Firmenhaeuser/-huetten und eine Schule dazu.

Die Fabrik selbst konnten wir nicht besichtigen, aber die Gegend laedt zu Spaziergaengen ein. Wir entschieden uns fuer den Waldweg nach Kendall Bay. Inmitten von Baeumen, Bueschen und Straeuchern (wie das nun mal so ist im Wald) fuehrte der Weg hinauf und wieder hinab, wieder hinauf… zwischendurch ein etwas wolkenverhangener aber sonst fantastischer Blick auf die Skyline von Auckland… und wieder hinab um schliesslich zur Bucht zu gelangen. Sehr idyllisch, viele schoene Muscheln, wieder mal Meeresrauschen. Doch viel Zeit blieb uns nicht, denn die Tore der Raffinerie, hinter welchen wir unser Auto geparkt hatten, schlossen um acht Uhr. Das Tempo, das ich vorlegte, liess uns dann doch weit vor der Zeit am Ausgangspunkt ankommen. :-)
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Mangere Mountain und Ambury Regional Park

December 26th, 2006 by Kerstin

Am zweiten Weihnachtsfeiertag starteten wir etwas frueher, aber nicht wirklich zeitig :-) in den Sueden von Auckland. Unser erstes Ziel war der Mangere Mountain - urspruenglich ein Vulkan, heute ein von sattem Gruen bedeckter Berg. Vom Gipfel aus (es handelt sich um einen relativ kleinen Berg!) konnten wir unseren Blick ueber die Umgebung streifen lassen und Stefan sich an Panoramafotos versuchen :-)
Die zweite Station waren die sogenannten Kiwi Esplanade Lava Flows. Als der Mangere Mountain vor 18.000 Jahren ausbrach, flossen grosse Mengen von Lava in das Manukau Tal hinab. Die Oberflaeche der Lava “ruempfte” sich zusammen und ist typisch fuer heisse fluessige Lavastroeme - pahoehoe genannt. Eine dicke Schicht von Vulkanasche hat die Ueberreste der Lavastroeme lange Zeit vor Wettereinfluessen und Erosion geschuetzt. Erst in den letzten tausend Jahren haben die Wellen die Asche weggespuelt und die Oberflaeche der Lavastroeme freigelegt. Hier am Ufer war es nun Zeit fuer unsere Mittagspause - Nudelsalat. Nachdem wir schon eine Weile sassen und uns nicht zwischen zu kuehlem Schatten unterm Baum und zu heisser Sonne entscheiden konnten, gesellte sich ein Gast zu uns - eine Moewe. Sie war wohl in der Hoffnung gekommen, etwas erhaschen zu koennen und da wir ja ein Herz fuer Tiere haben, hatte sie Glueck. Sie belohnte uns mit einem kleine Kunststueck und fing die zweite Nudel mit artistischer Meisterleistung im Flug. Nach kurzem Verdauungsspaziergang ging es zur dritten und letzten Station.

Der Ambury Regional Farm Park befindet sich auf aschebedeckten Lavastroemen, ebenfalls vom Mangere Mountain. Die meisten Buesche und Baeume sind gepflanzte Schutzzonen. Der Park ist ausserdem bei Vogelbeobachtern sehr beliebt. Ueber 86 Vogelarten wurden bereits registriert. Als wir im Park ankamen, erwarteten uns viele viele Menschen. Zahlreiche Maori-Familien schienen hier beim Barbecue den zweiten Weihnachtsfeiertag oder aber einen bestimmten Maori-Feiertag zu begehen. Der erste Teil der Route fuehrte quer ueber eine Wiese, mitten durch eine Schafherde. Diese hatten zu unserem Pech bereits so einiges hinterlassen, so dass wir mit starr nach unten gerichtetem Blick von einem zum naechsten Wegweiser liefen, immer in der Hoffnung nicht einen falschen Schritt zu tun :-) Da das durchaus anstrengend und nervig sein kann, vor allem wenn man die ganze Zeit in der prallen Sonne laeuft, sank Stefans Freundlichkeitsspiegel zwar nicht rapide, aber er sank :-) Ich hingegen fand die Landschaft trotz allem wunderschoen!!! Am Ende hatten wir aber wohl beide zu viel Sonne und waren ziemlich ko. In einem Cafe bzw. war es wohl eigentlich ein Doenerladen, ruhten wir uns bei einer leckeren Tasse Cappuccino erstmal aus. Die Auswirkungen des Ausflugs wurden erst daheim sichtbar: neben einem Sonnenstich hatte ich mir trotz Sonnencreme Nacken und Schultern verbrannt. Das sind eben die Leiden der Hellhaeutigen :-)
Zu den Bildern: Mangere Mountain

Zu den Bildern: Esplanade Lava Flows

Zu den Bildern: Ambury Regional Park

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Waitomo Caves

December 9th, 2006 by Kerstin

Eine Woche nach dem Ausflug in den Shakespear Park starteten wir diemal etwas früher am Morgen in Richtung Hamilton zu den Höhlen von Waitomo. Waitomo bedeutet “Wasser, das in ein Loch im Boden eindringt”. Die Landschaft um Waitomo wurde im Laufe der letzten 24 Millionen Jahre durch Bewegungen der Erdkruste, Erdbeben und Vulkanausbrüche geformt. Die Kalkschichten wurden vom Meeresboden nach oben gedrängt, gebogen und aufgebrochen. Risse und Spalten zwischen den enormen Blöcken ließen Wasser hindurchfließen, das sie allmählich aushöhlte, so dass die heutigen Höhlen entstanden Drinnen wuchsen dann langsam Stalaktiten und Stalagmiten und andere Höhlenformationen.

Besucher können nun diese Kalksteinhöhlen auf verschiedenen Touren bewundern Wir entschieden uns für die “preiswerteste” Variante: zwei Höhlenführungen, einschließlich der Glühwürmchenhöhle, eine besondere Attraktion. Für die Durchtrainierteren und Mutigeren werden Kletter- und Raftingtouren durch die Höhlen angeboten Wir entschieden uns diesmal jedoch für die etwas bequemere und sanftere Variante :-)
Der erste Teil unserer Tour führte uns in die sogenannte Glühwürmchenhöhle. Nach einer geschichtlichen Einführung und bewundernden Blicken für die interessanten Formationen, stiegen wir mit vielen anderen in ein Boot, welches uns in die absolute Dunkelheit brachte. Doch wenn man seinen Blick nach oben richtete, konnte man unzählige Vertreter der Art Arachnocampa Luminosa (spinnenähnliche, Licht erzeugende Larve) entdecken. Es handelt sich dabei um eine Glühwürmchenart, die nur in Neuseeland heimisch ist. Es ist das Larvenstadium dieses Insekts, das Licht abgibt, um Nahrung in Form von anderen Fluginsekten anzulocken. Sehr beeindruckend. Im Anschluss ging es dann zur zweiten Höhle, der Aranui-Höhle. Die Legende besagt, dass ein junger Maori namens Ruruku Aranui 1910 mit seinem Hund im Busch diese Höhle entdeckte. Diese reich geschmückte Höhle ist eine geologische Seltenheit und gilt als eine der schönsten in Waitomo. Dies können wir nur bestätigen. Die verschiedensten Formationen in den unterschiedlichsten Farbgebungen sind wunderschön. Im Gegensatz zur ersten Höhle war hier das Fotografieren erlaubt und somit bildeten wir immer das Schlusslicht der Gruppe :-)
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Shakespear Regional Park

December 3rd, 2006 by Kerstin

Bereits am ersten Wochenende wollten wir einen Eindruck von der viel umschwärmten Naturschönheit Neuseelands bekommen. Und somit hieß das Ausflugsziel: Shakespear Regional Park.

Nördlich von Auckland gelegen, führte unser Weg über die Harbour Bridge zur Whangaparaoa Halbinsel. Seinen Namen bekam dieser Regional Park übrigens durch den Kauf von 800 ha Land durch William Shakespear im Jahr 1883. Die Halbinsel war zudem Schauplatz während des Zweiten Weltkrieges und wichtiger Verteidigungspunkt Auch heute noch nutzt das Verteidigungsministerium einen Teil des Gebietes.

Nach etwa 2 - 2 ½ Stunden Fahrt erreichten wir also den Eingang des Parks. Verschiedene Wanderwege führen durch den Park und unserer startete durch urwaldähnliche Vegetation. Neben den verschiedensten Bäumen, Büschen, Sträuchern und anderen Pflanzen säumten unvorstellbar riesige Farne den Weg. Vorbei an einem kleinen Wasserfall betraten wir schließlich weite Wiesen von sattem Grün. Bei strahlendem Sonnenschein führte der Weg quer über die, sonst auch von Schafen genutzten Grasflächen bis zu einem höher gelegenen Aussichtspunkt. Von dort eröffnete sich uns ein atemberaubender Blick in die Ferne. Weiter ging es schließlich hinab zum Pink Beach. Im Dezember ist der Strand von rotblühenden Bäumen gesäumt. Auch wenn wir dafür etwas zu früh waren, war es nichts desto trotz sehr schön. Die zahlreichen Krebse unter den Steinen fanden vor allem Marcos nicht zu bremsende Begeisterung. Schließlich war es Zeit den Rückweg durch diese faszinierende naturbelassene Vegetation anzutreten. Es war ein schöner Tag und ein gelungener Ausflug.

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Das Auto

December 3rd, 2006 by Stefan

Daihatsu Charade AutomaticObwohl Auckland auch über ein öffentliches Transportnetz mit Bussen und einigen wenigen Bahnverbindungen verfügt, erhöht ein eigenes Auto die Unabhängigkeit doch erheblich. Und da die Autos in Neuseeland scheinbar günstig zu haben sind, machten wir uns auch bald auf die Suche nach einem. Doch bereits bei den ersten Händlern setzte Ernüchterung ein, da ganz so billig doch kein Wagen zu erstehen war. Ist man bereit ca 5000 bis 6000$ (ca 3000 EUR) auszugeben, ist die Auswahl an Gebrauchtwagen fantastisch. Unser Budget lag aber bei nur ca 2000$.

Um so interessanter wurden die Angebote von Privatpersonen, die ihr Auto ohne einen Händler verkaufen wollten. Und so hielten wir wenig später bei einem 17 Jahre alten Daihatsu an, der “nur” bescheidene 170.000km gefahren wurde. Nur “1850$”, sowie die Tel. des Besitzers stand auf dem “Zu verkaufen”-Schild und so wurden wir neugierig und riefen an. Kurz darauf verhandelten wir auch schon um den Preis und machten Probefahrt und beschauten jede Öffnung und Ritze. Zum Glück hatte Kolle Ahnung vom Motor, Öl und einigen weiteren Flüssigkeiten, von denen ich bisher nicht wusste, dass es sie gibt… ;-) Zum Schluss einigte man sich auf 1700$ und wir hoben das Geld vom nächsten Automaten ab. Vorher noch schnell den Besitzer umschreiben und das am Sonntag nachmittag ohne Bürokratie und Aufwand.

Insgesamt hat der gesamte Kaufvorgang ca eine halbe Stunde gedauert, danach waren wir stolze Besitzer eines uralten Daihatsu mit Automatik-Getriebe und dem Lenkrad auf der falschen Seite. :-)

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