Kerstin und Stefan allein in New Zealand

Muriwai Regional Park

January 19th, 2007 by Kerstin

Wie ihr seht haben wir eine Vorliebe für die Regional Parks :-)

Einen Tag nach unserem Umzug ins neue Domizil wollten wir den Sonntag nicht untätig verstreichen lassen. Auf eine Empfehlung hin und nach kurzem Blick in unser Buch hieß unser Ziel also Muriwai Regional Park am Ende des 48-km-langen Muriwai Strandes mit seinen 2 Millionen Jahre alten Dünen. Bereits im Endspurt der Fahrt konnten wir einen ersten Blick auf das unendlich weite und blaue Meer werfen. Nach den ersten Eindrücken, Fotos und einem stillen Örtchen für mich (wen es interessiert: öffentliche Toiletten gibt es hier fast überall - kostenlos und meistens sauber :-) ), entdeckten wir, wofür dieser Strand so bekannt ist: Tölpel! Es handelt sich hierbei wohl bemerkt um die Vogelart ;-) Diese unzähligen Vögel haben auf den Felsen ihre Nistplätze. Während Stefan mit seiner Kamera bewaffnet, alles für die Nachwelt festzuhalten versuchte, widmete ich mich der Bereicherung meines Horizontes und bildete mich an den aufgestellten Info-Tafeln weiter. Und natürlich möchte ich dieses Wissen mit euch teilen :-) Hier also eine kurze Zusammenfassung über Tölpel: Die Kolonie an diesem Strand besteht aus über 1000 Vögeln und siedelte sich erstmals 1975 in dieser Gegend an. Innerhalb der Kolonie gibt es eine Art Hierarchie, so dürfen die älteren Semester die bevorzugten Plätze auf einem aus dem Meer herausragenden Felsen (s. auch Fotos) belegen, während sich die Jüngeren eher ausserhalb ein Fleckchen suchen müssen. Bereits mit 15 Wochen haben die Jungvögel ihre erste große Reise - nach Australien. Falls sie die überleben, bleiben sie dann für ein paar Jahre dort, um schließlich nach Neuseeland zurückzukehren und ihre eigene Familie zu gründen. Bei der Aufzucht der Jungen - eins pro Pärchen - teilen sich Männchen und Weibchen die elterlichen Pflichten der Nahrungssuche und der Obhut. Ein Tölpelpärchen bleibt übrigens sein ganzes Leben zusammen!

Nachdem wir nun den Vögeln eine Weile zugeschaut und zugehört hatten, fühlten wir uns etwas hungrig und legten eine kleine Mittagspause ein. Da noch Zeit war und wir natürlich so viel wie möglich sehen wollten, entschieden wir uns für einen der kleinen Tracks durch den Park. Mittlerweile war es aber nicht mehr nur warm, die Sonne brannte ohne Erbarmen. An dieser Stelle sollte man erwähnen, dass wir nicht den Temperaturen entsprechend angezogen waren. Dies ist auf die Wetterlage in Auckland zurückzuführen. Als wir nämlich dort starteten, war es wolkenverhangen und kühl. Sobald man Auckland ein wenig die Rücken zukehrt, werden die Wolken weniger und wenn man sich immer weiter entfernt, kann es sogar passieren, dass sie plötzlich ganz verschwinden und man einen strahlend blauen Himmel und Sonnenschein hat. Wie in diesem Fall! Was ja an und für sich etwas sehr positives sein kann, wenn man an die richtige Bekleidung gedacht hat! Zum Glück konnten unsere Sonnenhüte (erst kürzlich preiswert erstanden) das Einwirken möglicher negativer und einen Sonnenstich hervorrufender Strahlen verhindern und auch die Sonnencreme erfüllte ihre Funktion. “Nur” der untere Teil unseres Körpers, sprich von den Beinen an abwärts hatte in Jeans und viel zu warmen Schuhen zu leiden. Den besagten Track durch den Park bewältigten wir deshalb auch eher langsam, um nicht zu sagen, wir schleppten uns so dahin ;-) Zumindest hatten wir Schatten :-)
Am Ende hatten wir es geschafft und wir wollten unbedingt ein Eis! Also stoppten wir auf dem Rückweg an einem kleinen Laden. Die Zufriedenheit durch den Eisgenuss wurde aber ziemlich schnell zerstört, da andere Autofahrer auf dem Parkplatz es für nötig hielten, den Abstand zu unserem wunderschönen Auto auf das kleinste zu minimieren. Das erklärt übrigens, warum hier fast jedes Auto wenigstens eine Schramme hat. Um einer solchen zu entgehen, ergriffen wir also schleunigst die Flucht und fuhren heim.

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Duder Regional Park

January 14th, 2007 by Stefan

Nachdem wir den eher kleinen Omana Regional Park recht schnell “hinter uns gebracht” hatten und noch so viel Tag übrig war, fuhren wir weiter zum weitaus größeren Duder Regional Park.

Bereits die ersten Eindrücke vermitteln sehr gut die Einsamkeit und Weite der sich in die See hinein streckenden Halbinsel. Der Reiseführer versprach allerdings einen fantastischen 360°-Rundblick am äußersten Punkt der Halbinsel, wie geschaffen für einige interessante Panorama-Bilder. Das war also unser Ziel. Inzwischen war die Sonne recht kräftig und unsere erhitzten Köpfe suchten nach kühlendem Schatten, der aber nur recht spärlich zu finden war. Einmal mehr bekräftigten wir unseren Wunsch uns so bald wie möglich einen (Stroh-)Hut zu beschaffen.

Nach langem Auf und Ab über endlose Wiesen in sattem Grün erreichte Kerstin als erste den berüchtigten Aussichtspunkt. Ich war wieder einmal nach einigen Aufnahmen etwas zurückgefallen. Als ich sie allerdings eingeholt hatte und den ersten “Schock” der Aussicht überwunden hatte, zog sich Kerstin für die nächste halbe Stunde in den Schatten einer nahen Baumgruppe zurück, während ich mit meinem “360°-Shot” begann. Wirklich fantastischer Blick, der uns trotz all des bisher Gesehenen tief beeindruckt hat. Dummerweise hatte ich mein erst jüngst erstandenes Stativ nicht zur Hand… Naja beim nächsten Mal. ;-)

Auf dem Rückweg stand die Sonne schon tief und wir vertrieben uns die Zeit mit unseren Schatten, die sich in der hügeligen Landschaft besonders weit austoben durften.

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Omana Region Park

January 13th, 2007 by Stefan

In Aucklands Umgebung befinden sich viele kleine und große Regional Parks, in denen Landschaften, Strände oder Wälder bestaunt werden können. Die Aucklander selbst genießen oft weniger die schöne Aussicht und mehr ihre mitgebrachten Steaks und Grillburger, aber davon haben wir uns noch nicht anstecken lassen.

Daher ging es vorige Woche in den Südosten von Auckland zum Omana Regional Park. Nur wenige Meter vom Parkplatz entfernt schnupperte es auch schon herzhaft nach Gegrilltem und Rugby und Cricket-Bälle flogen durch die Luft. Wir dagegen waren eher am “Perimeter Walk” interessiert, einem kurzem Rundgang durch den Park, der ca eine Stunde dauern sollte. Der Weg führte an Farmland vorbei, wo Kerstin Freundschaft mit einer Ziege schließen konnte. Ich beließ es bei einem Foto, mit respektvollem Abstand zu den Ziegenhörnern. Der Ausblick auf die See vom höher gelegenen Aussichtspunkt wurde zwar etwas durch die einsetzende Ebbe getrübt, aber dafür war das Wetter sehr angenehm warm und kein Wölkchen am Himmel. Vorbei an Mangroven-Bäumen und kleinen Wäldchen waren wir nach einer knapper Stunde auch schon wieder am Startpunkt angelangt und verdrückten ein paar der mitgebrachten Chips am Strand. Der Tag war noch jung, das Wetter und der Himmel zum Fotografieren wie geschaffen und daher beschlossen wir auch den nahe gelegenen Duder Regional Park noch “mitzunehmen” (siehe nächster Beitrag).

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Silvester in Auckland

January 10th, 2007 by Kerstin

Nach Silvester war uns eigentlich gar nicht so recht zumute, so dass wir auch nichts weiter geplant hatten. Lediglich einen gemütlichen Abend vorm Fernseher mit Herr der Ringe (Teil 1) und anschließend zu einem Ort fahren, wo man einen guten Blick auf die Skyline von Auckland hat, um das Feuerwerk zu bestaunen. Also fuhren wir dann ganz nach Plan bewaffnet mit einer kleinen Flasche Sekt, Stativ und Kamera zu besagtem Ort, dem Harbour View Reserve – einem kleinen Naturreservat. Andere hatten natürlich die gleiche Idee und so suchten wir uns etwas abgelegen einen ruhigen Platz mit Holztisch und Bank. Ersteren konnte Stefan für sein Stativ nutzen und so war er erstmal eine Weile beschäftigt. Diese Weile dauerte sogar bis ins neue Jahr hinein, denn als um Mitternacht das Feuerwerk vom Skytower begann, waren die Fotos viel wichtiger als der Herzallerliebsten ein Happy New Year zu wünschen :-) Schließlich konnte ich die Aufmerksamkeit doch noch auf mich lenken und wir schauten uns das Feuerwerk an. So toll es auch war, nach etwa 5 Minuten war es schon wieder vorbei und auch über dem restlichen Auckland konnte man nur noch vereinzelt einige kleine Feuerwerke entdecken. Im Großen und Ganzen war unser Silvester also sehr sehr ruhig! :-)

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Hunua Falls und Hunua Ranges Regional Park

January 10th, 2007 by Kerstin

Am vergangenen Samstag stand nach einem Blick in unseren „Field Guide” von Auckland und Umgebung das Ausflugsziel fest: ein Wasserfall – die so genannten Hunua Falls, einschließlich Regional Park. Als wir den Eingang des Regional Parks erreichten, gab uns das übliche Schild für die Schließzeit zu verstehen, dass das „Tor” bzw. die Schranke bereits halb fünf schließen würden, was bedeutete, dass man das Gelände danach zwar per Fuß, aber nicht mehr per Auto verlassen kann. Da die Zeit schon etwas fortgeschritten war, wollten wir besonders clever sein und wir nutzten kurzentschlossen ein kleines Wiesenstück vor der Schranke um unser Schmuckstück ;-) abzustellen und den Rest des Weges zu laufen. Am eigentlichen Parkplatz angekommen, konnten wir schon das Rauschen des Wassers hören. Über eine kleine Brücke kamen wir schließlich zum Wasserfall. Nachdem wir für eine kleine Weile dem Wasser beim Herabstürzen zugeschaut hatten, wollten wir dasselbige auch vom zweiten, höher gelegenen Aussichtspunkt begutachten. Anschließend starteten wir unsere kleine Waldwanderung zum nahe gelegenen Damm (2 Stunden). Im Schatten der Bäume hunderte von Stufen bergauf, durch einen Bach hindurch ohne nass zu werden und immer weiter. Der Damm selbst war nicht sooo beeindruckend, so dass wir bald den Rückweg bzw. die Fortsetzung des Rundwegs antraten. Da wir ja bis zu diesem Punkt fast ausschließlich bergauf gelaufen sind, sollte es ja eigentlich wieder bergab gehen. Eigentlich. Zunächst hatten wir wieder mehrere Höhenkilometer zu überwinden, doch irgendwann kamen wir dann doch im Tal an. Dort mussten wir feststellen, dass sich noch mehrere Autos auf dem Parkplatz befanden, die Schranke noch nicht geschlossen war (obwohl es schon 19 Uhr war!) und wir eben doch nicht so clever waren ;-) .

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Long Bay

January 3rd, 2007 by Stefan

Der gestrige Tripp fuehrte uns nach Long Bay. Ich poste nur schnell die Bilder, Bericht folgt spaeter.

Damit die besonders Ungeduldigen unter euch Neugierigen nicht mehr all zu lange warten müssen, hier nun der Bericht über unseren Ausflug zum Long Bay Regional Park. Dieser Park ist bei den Aucklandern ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Grund sind der lange Strand und die zahlreichen Picknickplätze. Entsprechend gefüllt waren deshalb Sand und Grünflächen als wir ankamen. Nach einem kurzen Spaziergang am Strand und entlang des Native Trails entschieden wir uns für ein kleinen Mittagssnack (Pommes), bevor wir den für drei Stunden ausgeschriebenen Coastal Walk antraten.

Es ging bergauf, bergab oberhalb der Küste – wie der Name schon sagt – entlang. Vorbei an der Pohutukawa Bucht mit seinen Nackt(Sonnen)badenden (fast nur Männer!) zum Piripiri Point. Was Piripiri bedeutet? Keine Ahnung und leider wissen wir auch nicht, was es mit diesem Punkt auf sich hat. Stefan hat ihn zumindest genauestens lokalisiert (siehe Foto) ;-) Von besagtem Punkt aus ging es dann weiter hinab zum Okura Fluss. Dort legten wir eine kleine Verschnaufpause ein. Für den Rückweg wählten wir den direkten Küstenweg, also entlang der Klippen. Als wir in einer kleinen Bucht seltsame (?) oder zumindest uns unbekannte Vögel entdeckten, war Stefan derart fasziniert, dass er gleich unzählige Fotos schießen musste :-) Ich besann mich mittlerweile auf das Schild mit dem Hinweis, dass unser Ziel auf diesem Weg nur bei Ebbe erreichbar ist. Da wir nicht im geringsten wussten, ob die Flut nun bald kommen würde oder nicht, erhöhten wir unsere Schrittgeschwindigkeit, was die Sache angesichts der Bodenbeständigkeit nicht weniger gefährlich machte. Die streckenweise zu überwindenden Fels- bzw. Steinansammlungen waren zum Teil rutschig oder auch sehr wacklig. Da der Weg durch umgestürzte Bäume zum Teil nur schwerlich zu bestreiten war, vermuteten wir mittlerweile, dass wir die Zeit der Ebbe doch verpasst hatten und der „normale” Weg bereits unter dem Wasser verschwunden war. Aber das wissen wir bis heute nicht :-) Jedenfalls nahm die Klettertour kein Ende und angesichts der Ungewissheit bezüglich der Flutfrage waren wir froh als wir den Strand mit den Nackten erreichten ;-) und unsere Füße den Rest des Weges auf sicherem Boden zurücklegen durften.

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