Kerstin und Stefan allein in New Zealand

Warkworth

February 4th, 2007 by Kerstin

Nach so vielen Regional Parks wollten wir auch wieder mal etwas anderes sehen. Unser Ziel hieß deshalb Warkworth - ein historisches Städtchen im Norden. Obwohl es fast die ganze Zeit über die Autobahn ging, streckte sich die Fahrt zum Ziel. Zwischendurch erweckte unser Auto den Eindruck als wollte es nicht mehr so ganz und gab merkwürdige Gerüche von sich. Doch unsere “OMI” war tapfer und hielt durch.

Warkworth ist ein am Fluss gelegenes kleines Städtchen mit mehreren historischen Gebäuden, die zum Teil ganz schön anzusehen sind. Überraschend war jedoch der Anblick des Rathauses. Historisch interessant, da es 1911 aus Keramikblöcken gebaut wurde. Interessant jedoch auch, dass sich heute ein Friseur und ein Frauenverein darin befinden. Nachdem wir uns die Stadt angeschaut hatten, machten wir uns auf den Weg zu den etwas außerhalb gelegenen “Wilson’s Cement Work Ruins”. Es handelt sich dabei um ein 1866 gegründetes Zementwerk - das erste seiner Art in der südlichen Hemisphäre. 1928 wurde es geschlossen und danach diente es während des Zweiten Weltkrieges für die US Streitmacht zur Erprobung von Zerstörungstechniken. Der Weg dahin erwies sich angesichts der Temperaturen doch als recht lang. Immer wieder wurden wir von Autos überholt und wir waren die einzigen weit und breit, die zu Fuß unterwegs waren. Bei den Ruinen angekommen, mussten wir enttäuscht feststellen, dass diese nicht begehbar waren und das Gelände von einem Zaun begrenzt wurde (anders als in unserem Buch geschildert). Während der Umrundung der Ruinen musste Stefan diesmal die Kamera aus der Hand geben! :-) Ich fand kein Ende und Stefan konnte mit diesem Rollentausch sehen, wie lang das Warten manchmal sein kann ;-) Während des Rückwegs wuchs in uns das Verlangen nach einer Tasse Kaffee oder einem Eis. In Warkworth jedoch stellte sich heraus, dass um diese Zeit (es war gegen 16.30 Uhr) weder ein Cafe geöffnet hatte, noch ein Laden mit Eis am Stiel. Einzig und allein der Supermarkt konnte bieten, was wir suchten. Und so traten wir den Rückweg mit einer 2-Liter-Packung Eiscreme auf dem Schoss und kleinen Plastiklöffeln bewaffnet, an :-)

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Duder Regional Park, die Zweite

February 4th, 2007 by Stefan

Wie sicherlich schon einige wissen, teile ich mir das Büro mit einigen weiteren Studenten. Raphael ist einer davon und wir verstanden uns von Anfang an sehr gut. Das mag wohl auch daran liegen, dass er genauso gerne Fotos schießt wie ich. :-) Raphael kommt aus Shanghai und ist erst seit einigen Jahren in Neuseeland. Er hat hier studiert und arbeitet nun, genau wie ich, an seinem Doktor. Schon seit einiger Zeit hatten wir den Plan einen gemeinsamen Ausflug und bei der Gelegenheit auch gleich eine Menge Fotos zu machen. :-) Letztes Wochenende war es dann soweit. Nach langen Diskussionen über das Ziel einigten wir uns auf den Duder Regional Park. Kerstin und ich waren zwar schon einmal dort gewesen, aber für Raphael war es Neuland und für andere Ausflugsziele war er nicht so recht zu begeistern.

Also packten wir Sonntag früh die Lunchbox und es ging zunächst in die Stadt, um Matthias abzuholen. Gegen 10 Uhr wollten wir schon im Park sein. Bei einer Fahrzeit von mind. einer Stunde zum Park + Abhol- und Wartezeit kann man sich vorstellen, dass wir recht zeitig auf den Beinen waren. Ich wäre lieber etwas später aufgebrochen, aber mein Vorschlag, erst gegen Mittag im Park zu sein, entlockte Raphael nur ungläubige Blicke und Kopfschütteln…

Im Park angekommen, stand die Sonne bereits hoch am Himmel und es wurde sehr schnell sehr heiß. Im Duder Park gibt es kaum Schatten und so wanderten wir langsamen Schrittes zum Aussichtspunkt, dem Ende einer weit ins Meer hinausragenden Halbinsel, entgegen. Ich hatte mich mit Stativ bewaffnet, das freundlicherweise von der lieben Kerstin bis zum Ziel getragen wurde. ;-) Meine Wenigkeit hatte aber dafür am schweren Mittagessen-Rucksack zu leiden. Am Aussichtspunkt angekommen, waren alle zu erschöpft für eine ausgiebige Foto-Session und so machten wir uns über die mitgebrachten Sandwiches und Muffins her, die wir zufrieden unter einem Baum verdrückten.

Danach war es Zeit für mein 360° Panorama. Stativ aufgebaut, Kamera draufgesteckt und eingestellt und dann mit 17 Fotos einmal um die Achse gedreht. Fertig. Das Resultat kann im Web-Album betrachtet werden.

Nach langer, trockener und heißer Rückkehr zum Auto ging es noch einmal kurz zum Meer, um wenigstens die Füße im Wasser abzukühlen. Badehose hatten wir natürlich alle vergessen… Dann noch schnell ein Eis auf den heißen Magen und ab gings nach Hause zum TV-Abend und ordentlich Chips. :-D

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