Kerstin und Stefan allein in New Zealand

Sommer, Weihnachten, Silvester (1. Teil)

February 3rd, 2008 by Stefan

Lange hat er auf sich warten lassen, unser Sommerurlaubsbericht, aber hier ist er nun endlich.

Botanic GardensUnser letztes Weihnachtsfest (2006) war eher ruhiger und langweiliger Natur. Kerstin und ich waren allein und auch das sommerliche Wetter tat wenig zum Aufkommen von gemütlicher Christbaum-Atmosphäre bei. Damit dieses Weihnachten etwas aufregender wurde, kamen uns die liebe Dani mit ihrem auch sehr lieben Ronny besuchen. Beide wurden mitte Dezember herzlich am Flughafen in Empfang genommen und, nach der erfolgreichen Reklamation eines beschädigten Kofferstückes, in die nahe gelegene Unterkunft gefahren. Neben dem anstehenden Fest und der obligatorischen Auckland-Besichtigung, war außerdem noch eine ausgiebige Rundreise auf der Nordinsel Neuseelands geplant.

Mission BayWie zu erwarten waren die beiden Anreisenden die ersten Tage noch etwas schläfrig und so wurde zunächst seichtes Besichtigungsprogramm gefahren. In den Botanic Gardens wurde der erste Sonnenbrand verteilt, der später im Shakespear Regional Park dann weiter vertieft werden konnte. Ein Regentag wurde zur Besichtigung des National Museums benützt und bei einem Stadtbummel die “tolle” Auckland-ische Stadt genossen. Nach Erkundung der Arbeitsstätten von Kerstin und mir, war schließlich die Zeit heran, um die große lang ersehnte Rundreisung anzutreten.

Der Plan führte zunächst zum nördlichsten Punkt der Nordinsel: Cape Reinga. Spektakulär treffen hier die Tasmanische See und der Pazifik aufeinander, was aufgrund unterschiedlicher Gezeiten zu unsteter See und Gischtbildung vor der Küste sorgt. Direkt am Kap befindet sich ein netter Leuchtturm, der zusammen mit der umgebenden Idylle zu ausgiebigen Panorama-Aufnahmen einlädt. Da sich die vielen Idyllen bzgl. des Beeindruckungsfaktor doch stark voneinander unterscheiden, wurde kurzer Hand ein Bewertungskriterium entwickelt (Robi und ich), welches die einzelnen Idyllen besser klassifiziert:

  1. Einfache Idylle oder kurz Idylle - Sie steht für die alltäglichen Idyllen, die man hier in Neuseeland ständig zu sehen bekommt. Nach einiger Zeit sind sie nichts besonderes mehr und man kann getrost im Auto weiterschlafen, ohne die Augen unnötig anzustrengen.
  2. Doppel-Idylle - Diese Form der Idylle ist schon ein schnelles Foto aus dem Auto wert. Dennoch kein Grund extra einen Parkplatz zu finden und anzuhalten.
  3. Multi-Idylle - Ordentliche Idylle, für die man gerne einen kleinen Spaziergang in Kauf nimmt. Umfangreichere Aufnahmen mit mehreren Standortwechseln sind die Regel.
  4. Monster-Idylle - Außerordentliche Idylle, die einen lange inne halten lässt und sich nachhaltig ins Gedächtnis einbrennt. Lange Aufnahmen, womöglich mit Stativ und Gruppenfotos sind übliche Praxis.

Ja wir hatten unseren Spaß… ;-) Zugegebener Maßen wurden wir ein wenig von gewissen PC-Spielen (aus unseren früheren WG-Zeiten) beeinflusst.

New Chums BeachNach dem Cape gings weiter auf die Halbinsel Coromandel. Eine ruhige und malerische Gegend, in der in 10 Monaten des Jahres nur wenig passiert. Im Sommer zieht es dann aber unzählige urlaubshungrige Aucklander in die Gegend, um an beliebten Stränden und Restaurants für einige Platzproblemen zu sorgen. Zu erwähnen ist sicherlich einer der schönsten Strände der Welt, wenn auch sicherlich recht unbekannt: New Chums Beach im Norden von Whitianga. So muss es auf Hawaii auch aussehen: weißer Sandstrand, türkis-blaues Wasser, beruhigendes Meerrauschen, kaum eine Menschenseele und strahlend blauer Himmel. Klare Monster-Idylle! Nur die tanzenden Hula-Hula-Mädchen haben da noch gefehlt und auch unsere mitgebrachten besseren Hälften, Dani und Kerstin, waren für diese Aufgabe nur schwer zu begeistern. Nach ausgiebiger Badung ward das notwendige Hungergefühl erreicht, um unsere Riesenbrötchen zu verzehren. “Ja, Brötchen und Landschaft können sie, diese Neuseeländer…” (Zitat Robi)

Einigen Spaß bot auch der Übernachtungsort Whitianga selbst. Direkt am Meerufer gelegen mit vielen Restaurants und einem netten Spielplatz, der unsere alternden Kinderherzen höher schlagen ließ, entstanden einige bemerkenswerte Bilder und Videos… In weniger guter Erinnerung werden sicherlich die neuseeländischen Versuche, einen Cocktail zu erstellen, bleiben. Robis Caipirinha war schon die eine oder andere Gesichtszuckung wert, zumal Rohrzucker wohl noch nicht bis das ferne Neuseeland gekommen zu sein mag. “Nein, Cocktails können sie nun wirklich nicht…”

Nach 2 Nächten auf der schönen Coromandel ging die Fahrt weiter nach Rotorua. Doch davon wird erst der nächste Bericht handeln.

Hier gehts erst mal zu den Bildern.

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