Kerstin und Stefan allein in New Zealand

Abenteuer Südinsel - Fortsetzung

January 31st, 2009 by Kerstin

Am nächsten Morgen ging es also weiter Richtung Süden. Der Reiseführer versprach fantastische Ausblicke am See Tekapo, so dass wir einen Umweg gern in Kauf nahmen. Offensichtlich war unser Reiseführer nicht der einzige, der den See und die dazugehörige kleine Kirche - “Church of Good Shepherd” (Kirche des guten Hirten) anpreiste. Zahlreiche Touristen versuchten sich am Postkartenfoto: Kirche im Vordergrund, See im Hintergrund. Doch genau diese vielen Menschen hinderten Stefan daran den perfekten Shot zu machen. Zu allem Unglück ;-) fand in der Kirche auch noch eine Hochzeit statt. Alles war in den Vorbereitungen und Menschen wuselten überall herum. Also warteten wir und warteten - in der Hoffnung, dass sobald die kleine Hochzeitsgesellschaft in der Kirche verschwand, der Weg frei sein würde für DAS Foto. Irrtum. Nachdem das Brautpaar die Kirche betreten und der Pastor die Türen geschlossen hatte, positionierten sich zwei Männer vor der Kirche – vermutlich um neugierige Touristen vom Betreten der Kirche abzuhalten. Also warteten wir wieder. Minuten verstrichen – ein Hoffnungsschimmer, als sich einer der beiden Männer zur Rückseite der Kirche begab, doch vergebens. Stefan’s Geduldsfaden hing am seidenen Faden und nach einigen Flüchen gab er sich letztendlich mit einem Landschaftsfoto mit der ein oder anderen Person darauf zufrieden. Danach noch einen Abstecher zum Mt. John Observatorium von wo man einen herrlichen Blick auf den sich 20 km erstreckenden türkisblauen See genießen kann.

Schließlich ging es weiter nach Süden. Unser nächster Stopp war Moeraki, wo sich die berühmten mysteriösen Boulders befinden. Es handelt sich dabei um riesige Rundfelsen, die wie “Murmeln des Teufels” aussehen. Der Maori-Legende zufolge handelt es sich um Körbe aus einem gekenterten Kanu. Tatsächlich wurden sie vor 60 Millionen Jahren auf dem Meeresboden aus Ablagerungen von Kalksalzen geformt. Nachdem Stefan die ganze Mysterie mit seiner Kamera eingefangen hatte, ging es weiter zum Shag Point. Dort warteten schon unzählige Robben darauf, von uns bewundert und natürlich fotografiert zu werden. Die Suche nach den Pinguinen blieb leider erfolglos und die recht hohe Windgeschwindigkeit verkürzte unseren Verbleib. Noch ein paar Kilometer mehr und wir erreichten Dunedin, wo wir die Weihnachtsfeiertage verbringen würden. Die Sonne hatte sich mittlerweile schon zur Ruhe begeben und wir machtenuns auf die Suche nach unserer Unterkunft – einem Holiday Park. Ohne Stadtplan, nur von weiblichen Instinkten ;-) gelitten, fanden wir zum Ziel. Am nächsten Morgen wurden wir anstatt von Sonnenstrahlen, vom Klopfen der Regentropfen gweckt. Nachdem Frühstück machten wir den Heiligabend kurzerhand zum Heiligmorgen und richteten unsere Geschenke auf dem Gabentisch an. Nachdem alles ausgepackt und bewundert wurde, machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt Dunedin’s um ein paar Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Abends machten wir uns auf den Weg zu Luba (ehemalige Kollegin von Stefan). Sie hatte uns zum Abendessen eingeladen – es gab original ungarischen Sauerkrauteintopf – traditionelles Weihnachtsessen. Nach ein paar Gläschen Wein und ein paar Runden “Spiel des Lebens” und Cluedo begaben wir uns auf den Heimweg. Wir hatten uns mit Luba und Anhang (Freundin und Kinder) für den nächsten Tag verabredet, um die Otago Halbinsel zu erkunden. Doch bevor der gemeinsame Ausflug begann, besuchten wir noch die steilste Straße der Welt!!! Die Baldwin Street hat ein Gefälle von 35%. Dort angekommen, waren wir zunbächst etwas verwundert und enttäuscht: das sollte die steilste Straße sein? Als wir uns aber an den Aufstieg machten, mussten wir zugeben, dass es doch ganz schön steil war ;-) .

Die Otago Halbinsel hat wirklich allerhand zu bieten. Zunächst machten wir uns auf den Weg zum Taiaroa Head, dem äußersten Punkt der Halbinsel. Dort befindet sich eine Albatross Kolonie, doch leider war das Centre, um die Vögel zu beobachten, geschlossen (wie fast überall: jeden Tag im Jahr geöffnet, nur an einem nicht – genau dann, wenn wir kommen, am Weihnachtsfeiertag!). Stattdessen konnten wir mehrere Robben aus nächster Nähe betrachten. Beeindruckend! Sooo schöne Tiere. Ich konnte gar nicht genug bekommen und habe sehr geduldig gewartet bis Stefan genug “Shots” im kasten hatte. Danach ging es nach einem kurzen Spaziergang zum Sandfly Beach, wo sich noch mehr Robben am Strand sonnten. Leider verhinderten diese mit ihrem Sonnenbad, dass die Pinguine nach ihrem Abendmahl wieder zurück an den Strand kamen. Wir warteten sehr geduldig, aber die Pinguine trauten sich einfach nicht :-( .

Schließlich noch einen Abstecher zum Lovers Leap mit herrlicher Aussicht. Auf dem Rückweg trennten sich unsere Wege, da wir gern nochmal unser Glück bei der Albatrosskolonie versuchen. Und wir wurde belohnt: die Königsalbatrosse mit ihrer riesigen Flügelspannweite (bis zu 3 m, größten flugfähigen Vögel) begaben sich zum Abendflug. Stefan versuchte sich an Flugfotos, während ich die Aussicht genoss. Irgendwann hatte Stefan dann genug Fotos geschossen (gibt es das überhaupt?) und wir fuhren über die Küstenstraße zurück nach Dunedin.

Am nächsten Tag stand die nächste große Fahrt über die Südspitze auf die Westseite der Südinsel an.

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Abenteuer Südinsel - erster Teil

January 23rd, 2009 by Kerstin

Am 21. Dezember sollte unser Abenteuer Südinsel beginnen. Wir waren viel zu früh am Flughafen (wie die Deutschen eben so sind) und hatten genug Zeit einzuchecken. Bei Air New Zealand geht jetzt alles automatisch und anstatt einem Menschen hat man einen Automaten vor sich, an dem man mehrere Tasten drückt und der Boarding Pass wird gedruckt. Doch auch der Fortschritt erlebt ab und an doch auch nochmal einen Rückschritt und als unsere Gepäckscheine gedruckt werden sollten, hat sich der Automat einfach abgeschalten. So ganz ohne Mensch geht es eben doch nicht und der nette Mann am Schalter hat uns dann die gewünschten Scheine ausgedruckt. Nun hieß es warten. Zufällig trafen wir meine ehemalige Kollegin und Chefin, die sich auch auf ihrem Weg nach Christchurch befand, allerdings mit einer anderen Fluglinie, die den Abflug auf einen etwas späteren Zeitpunkt verschoben hatte. Nach einem kurzen Schwätzchen, ging jeder seiner Wege. Obwohl noch reichlich Zeit war, begaben wir uns durch den Sicherheitscheck, um auch wirklich sicher zu gehen, dass wir den Flug nicht verpassen :-) Unser Pilot wollte dem anderen um nichts nachstehen und auch unser Flug verspätete sich um über eine Stunde, wobei die Flugpassagiere im Ungewissen blieben. Dann war es endlich soweit und wir platzierten uns für den etwa 1.5 stündigen Flug nach Christchurch. Die Zeit verging wie im Flug und schon war es am Piloten die üblichen Ankunftsdaten durchzugeben: Christchurch 8°C! Und das im Sommer! Zum Glück wollten wir nur für zwei Nächte in der Stadt bleiben und danach weiter gen Süden fahren. Es war mittlerweile schon fast Mitternacht und unser “Herbergsvater” wartete schon vorm Flughafen. Dankbar nahmen wir sein Angebot für ein Frühstück am nächsten Morgen an bevor wir uns ins Reich der Träume mit etwas sommerlicheren Temperaturen begaben. Am nächsten Morgen nach einem leckeren Frühstück ging es dann mit dem Bus in die City - zur Autovermietung, um das übers Internet gebuchte Auto abzuholen. Ein grüner Mazda wartete darauf zwei Wochen lang mit uns die Südinsel zu entdecken. Bei der Jungfernfahrt blinkte dann doch auch gleich ein Lämpchen auf - irgendwas mit dem Airbag. Haben nochmal angehalten und gefragt, um ganz sicher zu gehen. Das Lämpchen würde schon länger leuchten, wirkt sich aber nicht negativ auf das Fahren aus. Nun gut, dann wollen wir das mal glauben. Und dann ging es doch auch gleich los mit dem Entdecken und der erste Ausflug stand an. Das Ziel lautete Akaroa - ein kleiner historischer französischer Ort südlich von Christchurch. Wir haben natürlich nicht den direkten Weg genommen, sondern haben so viele “Lookouts” wie möglich mitgenommen. Akaroa selbst liegt in einer Bucht, hat einen schönen Hafen und viele Cafes. V.a. die Straßennamen erinnern an den französischen Ursprung. Nach der Erkundung des Ortes, einem Spaziergang am Strand und einer Stärkung in einem der Cafes, ging es wieder zurück nach Christchurch, natürlich nicht ohne Stops, damit Stefan die ganzen Idyllen “im Kasten” festhalten konnte.

Am nächsten Morgen führte uns unser Weg Richtung Dunedin, wo wir über Weihnachten verweilen wollten.

UPDATE: Hier nun endlich die ersten Fotos von unserer Suedinseltour:
Zu den Fotos. Es sind zunaechst nur die Fotos von Akaroa online. Alle weiteren folgen dann mit dem naechsten Teil unseres Berichtes.

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Happy New Year!

January 22nd, 2009 by Kerstin

Nach langer langer Zeit wollen wir dochmal die Homepage wieder zum Leben erwecken! :-)

Erst einmal wünschen wir euch allen ein gesundes neues Jahr! Wir hoffen, dass es für euch alle ein glückliches, erfolgreiches und aufregendes Jahr 2009 wird!

Wir hatten einen tollen Weihnachtsurlaub und hatten einen guten Start ins neue Jahr. Wir haben 2 Wochen lang die Südinsel Neuseelands erkundet, wobei wir so viel wie möglich sehen, aber trotzdem noch Zeit zum entspannen und genießen finden wollten. Das ist uns zwar nicht immer gelungen, aber wir hatten auf jeden Fall eine sehr schöne Zeit, die viel zu schnell vorbei war!

Der Urlaub ist nun vorbei und der Alltag hat uns wieder. Stefan ist gleich nach unserer Rückkehr wieder ins Büro gedüst, wo viel Arbeit wartete. Ich konnte noch ein paar freie Tage genießen und seit 3 Tagen ist auch bei mir wieder volles Programm angesagt.

Im Laufe der nächsten Wochen (?) werden wir versuchen, eine detaillierte Berichterstattung von unserem Urlaub zu geben. Und dann natürlich die vielen Fotos, die der Stefan geschossen hat!!! :-)

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