Kerstin und Stefan allein in New Zealand

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Die Abenteuer von Kerstin und Stefan am schönsten Ende der Welt…

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Coromandel Peninsula

November 21st, 2007 by Stefan

Fuesse im MeerMein Geburtstag liegt zwar schon ein Weilchen zurück, aber aufgrund des kalten Winters in Auckland wurde mein Geburtstaggeschenk Woche für Woche verschoben. Da nun aber das Wetter immer besser wird und auch die Sonne langsam Kraft bekommt, konnte ich mein Geschenk vor ein paar Wochen bei der lieben Kerstin einlösen: Ein Kurztripp auf die Halbinsel Coromandel.

Coromandel ist nur ca 2-3h von Auckland entfernt (je nachdem wie oft man für Fotos und Toilette anhält…) und ist wie Neuseeland aus dem Bilderbuch. Die Straße schlängelt sich am Meer entlang, vorbei an weißen Stränden, wilden Klippen und kleinen Häusersiedlungen und die Aussicht macht bereits die Anreise zum Erlebnis. Unser erster (längerer) Stop war der Wassergarten Rapaura. Hier war die Hauptattraktion ein Wasserfall namens “Die sieben Stufen zum Himmel”, der aber leider wegen Brueckenarbeiten nicht zugaenglich war, so dass man nur einen kleinen Garten mit allerlei Bruennlein (-chen?) und Wasserspielen begutachten konnte. Nach einer knappen Stunde war die Sache “abgehakt” und wir wieder auf der Weiterreise nach Coromandel Town.

GoldstampfereiDer naechste Stop liess nicht lange auf sich warten: Eine sog. Goldstampferei. Fachmaennisch wurde uns erklaert, wie auf der einen Seite der Anlage ein paar Tonnen Gestein zugefuehrt wurden, um auf der anderen Seite ein paar Gramm Gold zu erhalten. Sehr beeindruckend, nicht zuletzt wegen der charismatischen Einzelvorfuehrung unseres Museumsfuehrers. Die gesamte Region profitiert zwar noch heute vom reichen Goldvorkommen, 100 Jahre zuvor war es aber die Haupteinahmequelle und die Ursache eines enormen Wachstums. Einige Fotos spaeter und nach kurzem Stadtbummel samt McDonald-Imbiss (anstaend’ges Hunger-Buster Menu :-D ), gings Richtung Whitianga, der Stadt unserer geplanten Naechtigung. Whitianga liegt direkt am Meer mit wunderschoenem Sandstrand und vielen Cafes und Restaurants. Das Motel ward schnell gefunden und das Zimmer als angenehm empfunden.

Zu vorgerueckter Stunde machte sich erneut der Magen bemerkbar und ein von Kerstins Kollegen empfohlenes Restaurant in der Region wurde angefahren. Nachdem es mir beim Tisch bestellen sprichwoertlich die Sprache verschlagen hatte (konnte mich einfach nicht entscheiden, wie ich auf Englisch am besten anfange…) und mir die liebe Kerstin aber fachmaennisch unter die Arme gegriffen hatte, durften wir Platz nehmen und das Essen begann. :-) Nach Begutachtung der Speisekarte und Trinkbestellung wurde schnell klar, dass unsere liebe Bedienungsdame auch aus Deutschland kam. Wieder wurde unser “Die Deutschen sind ueberall…”-Slogan herausgekramt, zusammen mit “Deutschland muss wirklich leer sein…”, ein wenig zu oft in letzter Zeit… Aber die Dame war sehr nett und das Essen sehr gut (obwohl vielleicht ein wenig zu wenig… ;-) ).

Hot Water BeachDas Fruehstueck barg dann die naechste Ueberraschung fuer uns. Am Fruehstueckstisch nahm neben uns eine weitere Bewohnerin des Motels Platz und man kam ins Gespraech. Schnell wurde uns wieder bewusst, dass wir keinen Neuseelaender vor uns hatten und, ja man ahnt es schon, die gute Dame war natuerlich aus Deutschland. Unglaublich! Die Prinzen hatten tatsaechlich recht: “Wir sind ueberall, …”. Und die Melodie ging mir durch den Kopf… Und sie sollte mir auch noch eine Weile auf den Lippen bleiben, denn am beruehmten aber eher maessigen Hot Water Beach (heisses Wasser dringt aufgrund vulkanischer Aktivitaet an die Oberflaeche und sorgt fuer ein warmes Bad am Strand) trafen wir natuerlich noch zwei Deutsch-Teenies, die sich ungeniert im Bikini am (hundekalten) Strand aalten.

New Chums BeachDer wohl beste Ausflug des Urlaubs war aber der eher unbekannte New Chums Beach in der Naehe von Whitianga. Nur schwer zugaenglich, muss der geneigte Badewillige zunaechst einen kleinen Wassergraben ueberqueren, dessen Tiefe je nach Gezeit variiert. Fuer den Hinweg war es mehr oder weniger ein kurzes Waten durch knoecheltiefes (wieder hundekaltes) Wasser. Auf dem Rueckweg stieg das Wasser dagegen deutlich ueber die Kniegrenze hinweg. Nach der Grabenueberwindung kam dann ein langer Marsch ueber grosse und kleine Steinbrocken, was schwieriger war, als es zunaechst den Anschein hatte. Wir benoetigten etwa eine halbe Stunde fuer weniger als einen Kilometer. Das machen nur wenige Kiwis mit, die meisten bevorzugen den bequemen “Mit-dem-Auto-ans-Wasser-fahren”-Strand, was uns nur Recht war. Denn nachdem sich das kurze Dschungelstueck vor uns teilte und den Blick auf weissen Strand, mit kristallklarem, blauen Wasser und dahinplaetschernden Wellen freigab, war das schon ein wenig wie im Paradies. Ein langer weisser, feiner, zum Barfuss-laufen einladender Sandstrand, (Ur-)Wald im Hintergrund, kaum eine Menschenseele und das beruhigende Rauschen der Wellen. Einfach toll. Und wir hatten Sonne satt erwischt. Ideale Bedingungen fuer ausgiebige Aufnahmen, da war eine Speicherkarte schnell gefuellt. Nach diesem Strand haben wir noch einige andere in der Gegend besucht, aber keiner, obwohl alle auch sehr schoen, konnte diesem hier so recht das Wasser reichen.

Der letzte Tag war leider bewölkt mit einzelnen Schauern und wenig einladend zum weiteren Erkunden. Bald machten wir uns auf den Rückweg nach Auckland, gerade rechtzeitig, um unseren ersten ordentlichen Stau auf der Autobahn mitzunehmen: Hurra, daheim in Auckland! ;-)
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Melbourne

November 12th, 2007 by Stefan

12 ApostelMelbourne at nightMelbourne Zoo

Schon ein ganzes Weilchen her (Juli), der Ausflug nach Melbourne, um den lieben Papa auf einer Konferenz zu besuchen. Hier nun endlich unser Bericht dazu.

Mittwoch, 3:45 Uhr am Morgen. Schrilles Weckerklingen begleitet von meinem unwilligem Grunzen beendet die Nacht. “Jetzt schon?? Hmmpff…” Jaaa! Denn es geht nach Melbourne! Da mein bescheidener Geldbeutel nur den billigsten und leider aber auch frühesten Flug zuließ, war das Ticket auf 6:30 Uhr ausgeschrieben. Aber alles kein Problem. Nach kurzem Frühstück, einer weiteren Prüfung aller Reiseunterlagen und herzlichen Verabschiedung von der lieben Kerstin, war ich auch schon zusammen mit Raphael auf dem Weg zum Flughafen.

Der Flug dauerte nur ca 3 Stunden, gerade Zeit genug, um einen Film zu schauen, das Bordfrühstück zu verputzen und noch einmal die Enge einer Flugzeugtoilette zu genießen. In Melbourne angekommen, warteten endlose und nervige Pass- und Sicherheitschecks auf den geneigten Touristen, bis man schließlich endlich den Flughafen verlassen durfte. Und da war er auch schon, der liebe Papa. Nach mehr als einem halben Jahr in Neuseeland, war die Wiedersehensfreude groß und interessiert wurde der beiderseitige Haarrückgang begutachtet. Ein Taxi fuhr uns ins Hotel, gut gelegen, direkt im Zentrum von Melbourne.

Melbourne ist eine fantastische Stadt, sehr europäisch, viele historische Gebäude, hunderte Cafes, Kneipen, ausgezeichnete Skyline und ein Lichtermeer in der Nacht. In der Tat hat mich die nächtliche Kulisse bald mehr beeindruckt, als die Stadt bei Tag. Beim ersten nächtlichen Ausflug war ich daher laaaange mit Fotografieren beschäftigt, ohne dass wir nennenswert vorwärts kamen. Ein paar Fotos gibts in der Gallerie zu sehen. Tagsüber wurde dann aber auch was unternommen und nach langem Forschen (Papa auf der Konferenz, ich in mehreren Reiseführern) wurde ein Trip zur nahegelegenen Ocean Road unternommen. Eine Strasse schlängelt sich am Meer entlang, vorbei an Stränden und Klippen, durch kleine Städtchen und üppigen Wäldern. Hervoragende Aussicht und Panormen garantiert. Der Höhepunkt waren dann die 12 Apostel: 12 Felsen, die steil aus dem Meer herausragen und in gelb-orangenen Gewand einen fantastischen Kontrast zur blauen See bilden.

Aufgrund des rauen Klimas und dem Wechsel von kalt und warm, kraenkelten wir beide leider schnell. Papa musste gar fuer einen Tag “zu Hause” bleiben und bei mir kuendigte sich auch schon ein Schnupfen an. Den Cocktailabend (wohlgemerkt ohne Cocktails…) mit dem damit verbundenen Museumsbesuch, alles organisiert von den Konferenzveranstaltern, liess ich mir dennoch nicht nehmen. Bei Aborigini-Showeinlage, Bierchen und netter tschechischer Bekanntschaft wurde der naechste Tag verplant: Ausflug mit einer Dampflok durch die Waelder und Berge. Letzterer fiel leider sprichwoertlich ins Wasser, bei Dauerregen, 5 Grad Kaelte und keinen Fenstern im Zug ist das Vergnuegen etwas eingeschraenkt. Da koennen auch heisse Kaffees nicht mehr helfen. ;-)
Am naechsten Morgen ging es dann schon wieder Richtung Flughafen, fuer den Papa nach Hause und fuer den Stefan nach Neuseeland. Toller Ausflug in eine tolle Stadt, natuerlich viel zu kurz und etwas zu frisch, dennoch viele bleibende Eindruecke und Erinnerungen.

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Singapore

October 19th, 2007 by Stefan

SingaporeNun liegt es schon wieder ueber 2 Wochen zurueck: Mein erster Vortrag auf einer internationalen Konferenz und gleichzeitig auch mein erster Besuch in einer asiatischen Stadt. Nach langen Reisevorbereitungen, Probevortraegen, Geldmittelbeschaffungen, Buchungen und Planungen war ein weiterer Traum erfuellt und ich stand presentierend vor den versammelten Kollegen und sprach ueber einen “Versatile Quantum-Inspired Evolutionary Algorithm”. Klingt langweilig, war es wahrscheinlich auch.;-) Dennoch ein ueberragendes Gefuehl der Erleichterung, wenn man nach 20 min wieder vom Podium steigt und weiss, dass nun alle Schwierigkeiten hinter einem liegen und man entspannt den angenehmen Seiten einer Konferenz entgegen blickt.

Und so ging es gleich abends zum gemeinsamen Bier in die Kneipe. Michael, mein Supervisor und David, ein weiterer PhD Student aus Frankreich, waren die Begleitung. Der erste Eindruck von Singapore ist eindeutig die Hitze. Es ist schier kaum auszuhalten, die Mischung aus heisser Luft und extremer Luftfeuchtigkeit ist atemnehmend, evtl. vergleichbar mit einer Feuchtsauna. Man ist praktisch immer nass, zum einen vom eigenen Schweis, zum anderen von der umgebenden Luft. Und logischerweise trocknet man nicht… Daher war ich meist mit einer Flasche Wasser bewaffnet unterwegs, begleitet von meinem lautem Keuchen und unwirschen “Hmppff”-Lauten. Ab und an bringt eine der gigantischen Shopping-Malls ein wenig Abkuehlung, aber nur so lange, bis man unter dem Einfluss der starken Klimaanlagen zu frieren beginnt…

Jaja den Deutschen kann man es nicht recht machen, immer meckern muessen’se. Und der Deutschen gibt es viele. Unglaublich, wen man auf der anderen Seite der Welt so alles trifft. Manchmal muss Deutschland wirklich leer sein… Am ersten Tag den Andreas getroffen, aus Halle ist er und sehr sympathischer Typ. Ossi eben. Auf dem Weg zum gemeinsamen Bier trifft man mal eben an der Ampel wartend einen weiteren Deutschen (aus Stuttgart glaub ich). Und natuerlich hatte der auch gleich noch 2 seiner Kollegen dabei. Und so zogen 5 Deutsche in Singapore in die Kneipe, um das asiatische Bier auszuprobieren.

Und eine Nacht in Singapore ist laaang. Mitternacht traut man der eigenen Uhr nicht: Die Stadt immer noch tag hell, tausende Menschen auf den Strassen und kein Ende in Sicht. Die Lichterflut laesst einen staunend inne halten und die Kamera macht Ueberstunden. Weil die Nacht nun offensichtlich noch so jung war, beschlossen Andreas und ich auch noch einen dieser Singapore-Slings auszuprobieren. Grosse bunte Cocktails, die recht leichtgaengig die trockene Kehle hinuntergleiten und fuer gesellige Heiterkeit sorgen. Zusammen mit der netten Bardame waren wir wahrscheinlich die einzigen nuechternen Gaeste in der Bar und inmitten der ohrenbetaeubenden Heiterkeit wurden noch ein paar wissenschaftliche Themen abgehandelt. So werden wohl Zusammenarbeiten und Projekte geboren. Man wird sehen.

Alles in allem eine grossartige Erfahrung, die sicherlich noch lange in Erinnerung bleibt. Schade nur, dass meine kleine Kerstinmaus wieder mal zu Hause bleiben musste und alles nur per SMS miterleben konnte. Aber das naechste Mal ist sie unbedingt mit dabei!

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Deutschland

September 2nd, 2007 by Stefan

hochzeitfamilyhochzeit

Nun sind wir schon wieder über eine Woche in Neuseeland, genügend Zeit das Erlebte noch einmal in Gedanken zu reflektieren:

Wir haben die liebe Mama und den lieben Papa in die Arme geschlossen, den Cafe und Kuchen der lieben Verwandten genossen, die Morgenstunden mit den Freunden beim Brunchen verbracht, kleine Babys getragen (zumindest bis sie nach der Mama geschrien haben), gleich auf zwei Hochzeiten getanzt, beim Polterabend ordentlich gepoltert, guten Kinofilm besucht, davor reichlich Schnitzel verputzt, das beste Essen der Welt genossen (Mamas Schnitzel für den Stefan, Kartoffelsuppe mit dt. Brot für die Kerstin und Bratwürste mit Bautzener Senf wieder für den Stefan…), Tischtennis gespielt (und sogar gewonnen!), deutsches Bier und Hefe-Weizen getrunken, Wanderung in die Sächsische Schweiz unternommen, auf der Elbe geschippert, auf der falschen Seite Auto gefahren, geshoppt, gelacht, getanzt, gegrillt, getrunken, fotografiert, abgeklatscht, geradelt, geschwätzt, geblödelt und alles in allem so viel Spaß gehabt, wie seit langem nicht mehr. Zu Hause ist es eben doch am besten!

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

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Miranda

April 10th, 2007 by Stefan

Der Ostersonntag begann wie im Bilderbuch: Herrliche Sonne und milde Temperaturen, Vogelgezwitscher dringt an den Fruehstueckstisch, Musik plaetschert um die Ohren. Nach der ueblichen Morgenhygiene und dem Fruehstueck startete ich sobald den Versuch meine lieben Eltern anzurufen, mit dem wohlweislichen Hintergedanken, dass auch mein Bruderherz mit seiner besseren Haelfte (inzwischen sogar Verlobten!) in Eilenburg zugegen sein wuerde. Aber sowohl Handy- als auch Festnetzanrufe blieben unbeantwortet. Wahrscheinlich wurde das Fest bei den lieben Verwandten verbracht und man war daher nicht erreichbar.

Aber kein Beinbruch, kurzentschlossen beschlossen wir unsere neuen beiden Mitbewohner bei ihrem geplanten Ausflug zu begleiten und ein wenig mehr von Aucklands Umgebung kennen zu lernen. Nur ueber das Ziel waren wir uns ein kurzes Weilchen uneinig, was jedoch mittels Reisefuehrer und kurzem Abwaegen hinsichtlich der Fahrtzeit schnell entschieden wurde. Miranda war das Ziel. Der Reisefuehrer versprach ein praechtiges Vogelgebiet, mit toller Aussicht und vielen seltsamen Voegeln.

Geschwind wurden die Taschen gepackt und das Reiseproviant verstaut und alles fuer die baldige Abreise vorbereitet. Just inmitten aller Geschaeftigkeit klingelt tatsaechlich das Telefon und die liebe Mama mit dem lieben Papa waren am anderen Ende der Leitung. Obwohl zu vorgerueckter Stunde (es war wohl bereits Mitternacht im fernen Deutschland) wuenschte man uns zu sprechen, um die oesterlichen Ostergruesse zu uebermitteln und die neuesten Geschichten vom anderen Weltende zu erfahren. Da man im Zeitalter der modernen Kommunikation auf die hoch gepriesene Videotelefonie kaum mehr verzichten kann, wurde unter vielen Entschuldigunsbeteuerungen zu den wartenden Ausflugsmitreisenden, noch einmal schnell der PC angeworfen, um eine kurze Online-Begehung unseres neuen Heims zu praktizieren. Nach anfaenglichen Problemchen mit der lieben Technik und mehr oder weniger hilfreichen Debugging-Analysen, wurde die Rechenmaschine zusammen mit der angestoepselten Web-Kamera durch die einzelnen Zimmer getragen und der eine oder andere kurze Bewunderungsruf ausgestossen: Oh, ah, schoehhhn. Unsere Mitbewohner wurden per Web-Kamera vorgestellt und allgemeine friedvolle Heiterkeit erfuellte trotz grosser lokaler Entfernung beide traute Heime. Die ueblichen Abschiedszelebrationen wurde durchgefuehrt und kurze Zeit spaeter sass man auch schon zusammen im Auto. Nach gefahrvollen Ausparkmanoever und einigen eilig weggewischten Schweissperlen auf der Stirn fuehrte uns Raphaels schnelles Auto auf den Motorway gen Sueden.

In Miranda angekommen, erwartete uns ein Vogelzentrum mit umfassendem Informationsangebot ueber die vielfaeltige Vogelwelt der Region und eine freundliche Rezeptionsdame markierte die mitgefuehrte Karte mit populaeren Ausflugszielen. Vorbei an ausgesprochen ansprechender Kuestenlandschaft fuehrte uns die Strasse wieder gen Norden und wenn die Anerkennungsausstoesse (”Ohh, ahh”) in ihrer Lautstaerke anstiegen, wurde gestoppt und Zeit fuer die Fotografen und die Muschelsucher unter uns eingeraeumt. Angesichts des fantastischen Wetters beschloss man als bald, das mitgebrachte Picknick unter dem blauen Himmel Mirandas zu verzehren und so wurde unter Ausnutzung des Schattenwurfes eines nahestehenden Baumes das Lager aufgeschlagen. Selbverstaendlich liess sich keiner der Mitreisenden den anschliessenden Verdauungsspaziergang am angrenzenden Strand entgehen, obwohl sich freilich die Ausgestaltung dieser geschaetzten Aktivitaet bei den einzelnen Beteiligten enorm voneinander unterschied. Waehrend die weiblichen Aktivisten vielfaeltige Anstrengungen bei der Muschelsuche unternahmen, zum einen aus Gruenden des Verzehrs (Sally), zum anderen zu Dekorations- sowie Bastelzwecken (Kerstin), nutzte die maennliche Maennerschaft die Zeit fuer umfangreiche Natur- und Panoramaaufnahmen (Raphael und meine Wenigkeit), sowie das Ablichten der eigenen hoch geschaetzten besseren Haelften. Insgesamt also hoechst erfuellend, wie der geneigte Leser sicherlich empfinden mag.

Nach finalem kurzem Marsch durch ein nahegelegenes Waldstueck mit allerhand Buschwerk und nativer Exotik wurde frohlockend dem baldigem Sonnenuntergang entgegen gesehen, welcher die umliegende Huegellandschaft in behagliches Gold tauchte und wohlige Zufriedenheit (und mancherorts sicherlich auch subtile Formen der Romantik) unter den beteiligten Betrachtern ausloeste. In Folge der lang andauernden Naturbestaunung meldete sich zu fortschreitender Stunde auch der Magen mit hartnaeckigen Unmutsbekundungen und so wurde der kleine Umweg ueber einen noch geoeffneten chinesischen Supermarkt zum Zwecke der Abendmahleinkaeufe gerne in Kauf genommen.

Anspruchsvolle Kochkuenste seitens Kerstin und einige Helfertaetigkeiten meinerseits fuehrten in Kuerze zu einem hochwertigen Abendmahl bestehend aus Nudeln mit Tomatensosse (fuer mich mit einigem gebratenen Gehackte), welches zusammen mit Rotwein aus guter Flasche in die knurrenden Maegen gespuelt wurde. Dieser dankte es uns mit der ueblichen wohlwollenden Schwerfaelligkeit, welche in zufriedener Traegheit beim gemeinsamen Betrachten aller gemachten Fotografieaufnahmen ihren Ausdruck fand. Welch schoener Ostersonntag…

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Neues Haus, Arbeit, Alltag und Ostern

April 9th, 2007 by Kerstin

Nach unserer ausgiebigen Shoppingtour ;-) zum Ostermontag sitzen wir nun auf unserer Terrasse, genießen die letzten Sonnenstrahlen, Stefan liest ein Buch und ich werde mal unsere Homepage aktualisieren :-)

Nach einer Woche haben wir uns im neuen Haus recht gut eingelebt und auch mit unseren Mitbewohnern, Sally und Raphael kommen wir gut klar. Nach und nach haben wir noch ein paar kleine Sachen, wie Spiegel und Bilderrahmen, gekauft, um es uns gemütlicher zu machen. Jetzt muss nur noch alles an die Wand gebracht werden :-) . Der 10-minütige Weg zur Arbeit ist super und da es bis zum Strand nicht viel weiter ist, werde ich in den kommenden Arbeitstagen meine Mittagspause ab und zu am Strand verbringen :-) .

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Apropos Arbeit: mir macht es nach wie vor Spaß mit den lieben Kleinen :-) . Ab und an ist es natürlich etwas stressiger und v.a. das Saubermachen des gesamten Spielzeugs (!) am Ende jeder Woche (im April ist das meine Aufgabe) ist nicht unbedingt mit Freude verbunden. Aber ansonsten hab ich mich an die Abläufe gewöhnt und vergesse kaum noch was! Stefan macht das Forschen nach wie vor Spaß ;-) und mittlerweile hat er sein erstes “Paper” geschrieben. Er und sein Team sind ganz zuversichtlich, dass es veröffentlicht wird. Wenn alles klappt, wird er im September seinen ersten Vortrag auf einer Konferenz in Singapur halten.

Die Abende verbringen wir z.T lesend oder Fernseh schauend oder wir machen einen Spaziergang zum Strand. Also sehr entspannt. Seit zwei Wochen gehen wir auch wieder zum Tischtennis und wollen das jetzt auch beibehalten. Letzte Woche gab es allerdings kein freies Training oder Spiel, sondern eine Art Turnier, welches zweimal wöchentlich stattfindet und wo jeder mitspielen kann (wenn er 5 Dollar bezahlt ;-) ). Für die Kenner unter euch: es ist ein großes Kaiserspiel an 16 Tischen. Jeder kann einsteigen und aufhören, wann er will. Gespielt wird ein 21er-Satz. Wir haben uns für das erste mal ganz gut geschlagen, gegen die richtig Guten hatten wir natürlich keine Chance. Aber es hat viel Spaß gemacht und man lernt neue Leute kennen.

Zu Ostern hatten wir ja vier Tage, also Freitag bis heute/Montag frei. Entgegen der Wetterprognose hatten wir viel Sonnenschein und keinen Regen. Am Freitag sind wir deshalb in den Botanischen Garten gefahren, sind ein bisschen rumspaziert und haben uns mit einem Buch entspannt an einen Teich gesetzt. Zu vorgerückter Nachmitagsstunde entschieden wir uns für den Rückweg, um bei einem Strandspaziergang der Sonne beim Untergehen zuzuschauen.

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Am Samstag war nun endlich der Ausflug ins Maritim-Museum fällig. Vorher hieß es aber “Leinen los” zu einer Rundfahrt im Hafen von Auckland auf einem Segelschiff. Sowohl die Schifffahrt, bei der Stefan selbst Hand anlegen durfte, als auch das Museum selbst waren sehr schön und sehr interessant. Der Rundgang im Museum beginnt mit einem Film über die Ankunft der Maori und die Entdeckung/Besiedlung Neuseelands. In den verschiedenen Ausstellungen sieht man verschiedenste Arten von Booten und Schiffen und man erfährt viel über die Geschichte. Wir haben ein altes großes Schiff mit einem Kran erkundschaftet und konnten sehen, wie die Menschen damals auf den Schiffen gelebt und gearbeitet haben. Nach einer Stunde Schiffstour und drei Stunden Museum waren wir dann aber doch etwas müde und vor allem hungrig! :-)

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Warkworth

February 4th, 2007 by Kerstin

Nach so vielen Regional Parks wollten wir auch wieder mal etwas anderes sehen. Unser Ziel hieß deshalb Warkworth - ein historisches Städtchen im Norden. Obwohl es fast die ganze Zeit über die Autobahn ging, streckte sich die Fahrt zum Ziel. Zwischendurch erweckte unser Auto den Eindruck als wollte es nicht mehr so ganz und gab merkwürdige Gerüche von sich. Doch unsere “OMI” war tapfer und hielt durch.

Warkworth ist ein am Fluss gelegenes kleines Städtchen mit mehreren historischen Gebäuden, die zum Teil ganz schön anzusehen sind. Überraschend war jedoch der Anblick des Rathauses. Historisch interessant, da es 1911 aus Keramikblöcken gebaut wurde. Interessant jedoch auch, dass sich heute ein Friseur und ein Frauenverein darin befinden. Nachdem wir uns die Stadt angeschaut hatten, machten wir uns auf den Weg zu den etwas außerhalb gelegenen “Wilson’s Cement Work Ruins”. Es handelt sich dabei um ein 1866 gegründetes Zementwerk - das erste seiner Art in der südlichen Hemisphäre. 1928 wurde es geschlossen und danach diente es während des Zweiten Weltkrieges für die US Streitmacht zur Erprobung von Zerstörungstechniken. Der Weg dahin erwies sich angesichts der Temperaturen doch als recht lang. Immer wieder wurden wir von Autos überholt und wir waren die einzigen weit und breit, die zu Fuß unterwegs waren. Bei den Ruinen angekommen, mussten wir enttäuscht feststellen, dass diese nicht begehbar waren und das Gelände von einem Zaun begrenzt wurde (anders als in unserem Buch geschildert). Während der Umrundung der Ruinen musste Stefan diesmal die Kamera aus der Hand geben! :-) Ich fand kein Ende und Stefan konnte mit diesem Rollentausch sehen, wie lang das Warten manchmal sein kann ;-) Während des Rückwegs wuchs in uns das Verlangen nach einer Tasse Kaffee oder einem Eis. In Warkworth jedoch stellte sich heraus, dass um diese Zeit (es war gegen 16.30 Uhr) weder ein Cafe geöffnet hatte, noch ein Laden mit Eis am Stiel. Einzig und allein der Supermarkt konnte bieten, was wir suchten. Und so traten wir den Rückweg mit einer 2-Liter-Packung Eiscreme auf dem Schoss und kleinen Plastiklöffeln bewaffnet, an :-)

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Duder Regional Park, die Zweite

February 4th, 2007 by Stefan

Wie sicherlich schon einige wissen, teile ich mir das Büro mit einigen weiteren Studenten. Raphael ist einer davon und wir verstanden uns von Anfang an sehr gut. Das mag wohl auch daran liegen, dass er genauso gerne Fotos schießt wie ich. :-) Raphael kommt aus Shanghai und ist erst seit einigen Jahren in Neuseeland. Er hat hier studiert und arbeitet nun, genau wie ich, an seinem Doktor. Schon seit einiger Zeit hatten wir den Plan einen gemeinsamen Ausflug und bei der Gelegenheit auch gleich eine Menge Fotos zu machen. :-) Letztes Wochenende war es dann soweit. Nach langen Diskussionen über das Ziel einigten wir uns auf den Duder Regional Park. Kerstin und ich waren zwar schon einmal dort gewesen, aber für Raphael war es Neuland und für andere Ausflugsziele war er nicht so recht zu begeistern.

Also packten wir Sonntag früh die Lunchbox und es ging zunächst in die Stadt, um Matthias abzuholen. Gegen 10 Uhr wollten wir schon im Park sein. Bei einer Fahrzeit von mind. einer Stunde zum Park + Abhol- und Wartezeit kann man sich vorstellen, dass wir recht zeitig auf den Beinen waren. Ich wäre lieber etwas später aufgebrochen, aber mein Vorschlag, erst gegen Mittag im Park zu sein, entlockte Raphael nur ungläubige Blicke und Kopfschütteln…

Im Park angekommen, stand die Sonne bereits hoch am Himmel und es wurde sehr schnell sehr heiß. Im Duder Park gibt es kaum Schatten und so wanderten wir langsamen Schrittes zum Aussichtspunkt, dem Ende einer weit ins Meer hinausragenden Halbinsel, entgegen. Ich hatte mich mit Stativ bewaffnet, das freundlicherweise von der lieben Kerstin bis zum Ziel getragen wurde. ;-) Meine Wenigkeit hatte aber dafür am schweren Mittagessen-Rucksack zu leiden. Am Aussichtspunkt angekommen, waren alle zu erschöpft für eine ausgiebige Foto-Session und so machten wir uns über die mitgebrachten Sandwiches und Muffins her, die wir zufrieden unter einem Baum verdrückten.

Danach war es Zeit für mein 360° Panorama. Stativ aufgebaut, Kamera draufgesteckt und eingestellt und dann mit 17 Fotos einmal um die Achse gedreht. Fertig. Das Resultat kann im Web-Album betrachtet werden.

Nach langer, trockener und heißer Rückkehr zum Auto ging es noch einmal kurz zum Meer, um wenigstens die Füße im Wasser abzukühlen. Badehose hatten wir natürlich alle vergessen… Dann noch schnell ein Eis auf den heißen Magen und ab gings nach Hause zum TV-Abend und ordentlich Chips. :-D

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Muriwai Regional Park

January 19th, 2007 by Kerstin

Wie ihr seht haben wir eine Vorliebe für die Regional Parks :-)

Einen Tag nach unserem Umzug ins neue Domizil wollten wir den Sonntag nicht untätig verstreichen lassen. Auf eine Empfehlung hin und nach kurzem Blick in unser Buch hieß unser Ziel also Muriwai Regional Park am Ende des 48-km-langen Muriwai Strandes mit seinen 2 Millionen Jahre alten Dünen. Bereits im Endspurt der Fahrt konnten wir einen ersten Blick auf das unendlich weite und blaue Meer werfen. Nach den ersten Eindrücken, Fotos und einem stillen Örtchen für mich (wen es interessiert: öffentliche Toiletten gibt es hier fast überall - kostenlos und meistens sauber :-) ), entdeckten wir, wofür dieser Strand so bekannt ist: Tölpel! Es handelt sich hierbei wohl bemerkt um die Vogelart ;-) Diese unzähligen Vögel haben auf den Felsen ihre Nistplätze. Während Stefan mit seiner Kamera bewaffnet, alles für die Nachwelt festzuhalten versuchte, widmete ich mich der Bereicherung meines Horizontes und bildete mich an den aufgestellten Info-Tafeln weiter. Und natürlich möchte ich dieses Wissen mit euch teilen :-) Hier also eine kurze Zusammenfassung über Tölpel: Die Kolonie an diesem Strand besteht aus über 1000 Vögeln und siedelte sich erstmals 1975 in dieser Gegend an. Innerhalb der Kolonie gibt es eine Art Hierarchie, so dürfen die älteren Semester die bevorzugten Plätze auf einem aus dem Meer herausragenden Felsen (s. auch Fotos) belegen, während sich die Jüngeren eher ausserhalb ein Fleckchen suchen müssen. Bereits mit 15 Wochen haben die Jungvögel ihre erste große Reise - nach Australien. Falls sie die überleben, bleiben sie dann für ein paar Jahre dort, um schließlich nach Neuseeland zurückzukehren und ihre eigene Familie zu gründen. Bei der Aufzucht der Jungen - eins pro Pärchen - teilen sich Männchen und Weibchen die elterlichen Pflichten der Nahrungssuche und der Obhut. Ein Tölpelpärchen bleibt übrigens sein ganzes Leben zusammen!

Nachdem wir nun den Vögeln eine Weile zugeschaut und zugehört hatten, fühlten wir uns etwas hungrig und legten eine kleine Mittagspause ein. Da noch Zeit war und wir natürlich so viel wie möglich sehen wollten, entschieden wir uns für einen der kleinen Tracks durch den Park. Mittlerweile war es aber nicht mehr nur warm, die Sonne brannte ohne Erbarmen. An dieser Stelle sollte man erwähnen, dass wir nicht den Temperaturen entsprechend angezogen waren. Dies ist auf die Wetterlage in Auckland zurückzuführen. Als wir nämlich dort starteten, war es wolkenverhangen und kühl. Sobald man Auckland ein wenig die Rücken zukehrt, werden die Wolken weniger und wenn man sich immer weiter entfernt, kann es sogar passieren, dass sie plötzlich ganz verschwinden und man einen strahlend blauen Himmel und Sonnenschein hat. Wie in diesem Fall! Was ja an und für sich etwas sehr positives sein kann, wenn man an die richtige Bekleidung gedacht hat! Zum Glück konnten unsere Sonnenhüte (erst kürzlich preiswert erstanden) das Einwirken möglicher negativer und einen Sonnenstich hervorrufender Strahlen verhindern und auch die Sonnencreme erfüllte ihre Funktion. “Nur” der untere Teil unseres Körpers, sprich von den Beinen an abwärts hatte in Jeans und viel zu warmen Schuhen zu leiden. Den besagten Track durch den Park bewältigten wir deshalb auch eher langsam, um nicht zu sagen, wir schleppten uns so dahin ;-) Zumindest hatten wir Schatten :-)
Am Ende hatten wir es geschafft und wir wollten unbedingt ein Eis! Also stoppten wir auf dem Rückweg an einem kleinen Laden. Die Zufriedenheit durch den Eisgenuss wurde aber ziemlich schnell zerstört, da andere Autofahrer auf dem Parkplatz es für nötig hielten, den Abstand zu unserem wunderschönen Auto auf das kleinste zu minimieren. Das erklärt übrigens, warum hier fast jedes Auto wenigstens eine Schramme hat. Um einer solchen zu entgehen, ergriffen wir also schleunigst die Flucht und fuhren heim.

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Duder Regional Park

January 14th, 2007 by Stefan

Nachdem wir den eher kleinen Omana Regional Park recht schnell “hinter uns gebracht” hatten und noch so viel Tag übrig war, fuhren wir weiter zum weitaus größeren Duder Regional Park.

Bereits die ersten Eindrücke vermitteln sehr gut die Einsamkeit und Weite der sich in die See hinein streckenden Halbinsel. Der Reiseführer versprach allerdings einen fantastischen 360°-Rundblick am äußersten Punkt der Halbinsel, wie geschaffen für einige interessante Panorama-Bilder. Das war also unser Ziel. Inzwischen war die Sonne recht kräftig und unsere erhitzten Köpfe suchten nach kühlendem Schatten, der aber nur recht spärlich zu finden war. Einmal mehr bekräftigten wir unseren Wunsch uns so bald wie möglich einen (Stroh-)Hut zu beschaffen.

Nach langem Auf und Ab über endlose Wiesen in sattem Grün erreichte Kerstin als erste den berüchtigten Aussichtspunkt. Ich war wieder einmal nach einigen Aufnahmen etwas zurückgefallen. Als ich sie allerdings eingeholt hatte und den ersten “Schock” der Aussicht überwunden hatte, zog sich Kerstin für die nächste halbe Stunde in den Schatten einer nahen Baumgruppe zurück, während ich mit meinem “360°-Shot” begann. Wirklich fantastischer Blick, der uns trotz all des bisher Gesehenen tief beeindruckt hat. Dummerweise hatte ich mein erst jüngst erstandenes Stativ nicht zur Hand… Naja beim nächsten Mal. ;-)

Auf dem Rückweg stand die Sonne schon tief und wir vertrieben uns die Zeit mit unseren Schatten, die sich in der hügeligen Landschaft besonders weit austoben durften.

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